Neues Sprechergremium für die EnergieEinsparInitiative Berlin

Die EnergieEinsparInitiative Berlin (EEIB) hat ihr Sprechergremium neu aufgestellt. Das neue Sprecherteam vereint Erfahrung, Praxisnähe und Dialogbereitschaft – und setzt sich dafür ein, dass Klimaschutz, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität in der Hauptstadt Hand in Hand gehen.

Mit René Wrobel, Jochen Brückmann und Andreas Koch-Martin stehen drei engagierte Vertreter für den gemeinsamen Anspruch, Energieeffizienz in Berlin weiter zu stärken und sektorenübergreifend voranzubringen. Wir haben die Mitglieder getroffen, um mehr über ihre Ziele, Ansichten und persönlichen Energiespartipps zu erfahren.

Wir haben die Mitglieder getroffen, um mehr über ihre Ziele, Ansichten und persönlichen Energiespartipps zu erfahren.

René Wrobel (Berliner Energie und Wärme)

René, wie trägt die EnergieEinsparInitiative zur Erreichung der Klimaziele in der Hauptstadt bei?
Berlins Klimaziele sind ambitioniert: Der Berliner Senat hat sich verpflichtet, bis 2030 die CO₂-Emissionen der Stadt um mindestens 50 % im Vergleich zu 1990 zu senken und bis 2045 klimaneutral zu werden. Die EnergieEinsparInitiative Berlin trägt auf verschiedene Weisen zur Erreichung dieser Klimaziele der Hauptstadt bei. Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Mitgliedsunternehmen wurden bereits viele Veranstaltungen, Schulungen und Gespräche umgesetzt bzw. geführt, um auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Einsparpotentiale sowie Möglichkeiten hinzuweisen und zu schulen.  

Beispielhaft sind hier gegebene Hausmeisterschulungen, ein Paneltalk mit Berlins Staatssekretärin für Klimaschutz, Britta Behrendt im Rahmen der Berliner Energietage oder die Erstellung interaktiver Erklärvideos für Berliner Schulen.  

Was ist Dein einfachster, aber effektivster Tipp, um den Energieverbrauch im Haushalt zu senken?
Mein effektivster Tipp ist ein optimiertes und nutzungsangepasstes sinnvolles Heizen in den verschiedenen Zimmern sowie das Tragen von kuscheligen und warmen Lieblingssachen. 😉

Jochen Brückmann (VDGN – Verband Deutscher Grundstücksnutzer)

Jochen, Wie sieht für dich ein energieeffizientes Berlin der Zukunft aus?
In Berlin werden energie- und klimafreundliche Maßnahmen im Einklang mit der Bevölkerung umgesetzt. Die Berlinerinnen und Berliner haben Spaß an der Energiewende und sind – wie heute schon – bereit ihren Teil zu leisten. Die Politik und Verwaltung hat Kontinuität bei den Förderprogrammen geschaffen, nicht mehr ständig wechselnde Maßnahmen sorgen für Klarheit und nicht mehr für Irritation und Unsicherheit. Berlin ist Spitzenreiter in der Forschung und Entwicklung rund um Energieeffizienz und die Berliner Unternehmen produzieren die allerneusten Produkte.  Mit Pilotprojekten auch in Siedlungsgebieten übernimmt Berlin immer wieder eine Vorreiterrolle.

Welche zentralen Herausforderungen siehst du derzeit für Grundstücksnutzer beim Energiesparen?
Viele Grundstücksnutzer haben nicht nur hart dafür gearbeitet, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, sondern sie investieren kontinuierlich mit eigenem Geld in ihre Häuser. Sie müssen, wenn sie Maßnahmen planen, gut informiert sein. Das wird aufgrund der Vielfalt an technischen Möglichkeiten immer komplexer. Hinzu kommt eine viel zu erratische Politik, wenn es um gesetzliche Vorgaben und Förderungen geht. Unsere eigenen Umfragen zeigen, dass im Bereich der Information noch einiges an Entwicklungspotential steckt.  So können Sanierungsfahrpläne Eigenheimern helfen, die für sie und damit auch für das Energiesparen sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Hast du einen kleinen Energiespar-Trick, den du selbst regelmäßig anwendest?
Ich bin Fan von Bewegungsmeldern. An den richtigen Orten eingesetzt, können sie mit geringem Aufwand z.B. im Alltag einer Familie im Einfamilienhaus viel Energie einsparen. Früher wurde bei uns im Haus und im Keller immer wieder Licht angelassen – nicht ans Ausschalten gedacht. Gerade der Bewegungsmelder im Flur, von dem die Zimmer unserer Kinder (inzwischen junge Erwachsene) abgehen, hat sich sehr bewährt.

Andreas Koch-Martin (Innung SHK Berlin)

Andreas, was zeichnet die EEIB für dich aus?
Die EEIB bringt Interessenverbände, unterschiedliche Berufsgruppen und die Zivilgesellschaft in Dialog für das übergeordnete Ziel der CO2-Minderung und höherer Energieeffizienz. Diese Aufgabe gelingt nur, wenn alle zusammenwirken und dafür steht die EEIB als lösungsorientiertes, praxisnahes und vorausdenkendes Netzwerk.

Das SHK-Handwerk spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende im Gebäudesektor. Wo siehst du derzeit die größten Chancen und Herausforderungen?
Im Heizungskeller liegen rund ein Drittel Einsparpotential an CO2-Emissionen. Die energieeffiziente Umrüstung von Gebäuden mit erneuerbaren Technologien bedeutet für unsere Fachbetriebe damit auch eine Transformation ihrer Geschäftsmodelle. Um den Modernisierungshochlauf zu bewältigen, haben wir längst Tausende von Fachkräften fachlich fit gemacht. Aber uns fehlt in Deutschland eine verlässliche Energieträgerstrategie für den Wärmemarkt. Wir brauchen Klarheit, langfristige Planungssicherheit und zuverlässige Förderprogramme. 

Wenn du einen einfachen, aber wirkungsvollen Energiespartipp geben müsstest – welcher wäre das?
Für die Optimierung der Heizung nur den Fachbetrieb ranlassen und ansonsten schon ein Grad weniger heizen spart 6% Energie.

Ihr habt Fragen an unser Sprechergremium? Dann schreibt uns einfach an info@energieeinsparinitiative.berlin